Familienrecht in Bremen

Die Kanzlei für Familienrecht in Bremen berät Mandanten über Eheverträge und in der schwierigen Phase der Trennung oder Scheidung über die Regelung der Folgen; über Scheidungsfolgenvereinbarungen, Unterhalt, Vermögensauseinandersetzungen, Sorgerecht, Umgangsrecht und Regelungen bzgl. gemeinsamer Immobilien. 

Häufige Fragen zum Umgangsrecht – 1. Teil

1. Ist Voraussetzung für das Umgangsrecht das Sorgerecht? 
Nein, das Umgangsrecht hat auch derjenige, der nicht das Sorgerecht für das Kind hat, denn das Sorgerecht und das Umgangsrecht sind selbstständige Rechte, die voneinander unabhängig ausgestaltet sind.

2. Gibt es auch eine Pflicht, den Umgang auszuüben? 
Ja, denn der Elternteil ist nicht nur zum Umgang berechtigt, sondern auch verpflichtet. Wenn also beispielsweise der Umgang abgelehnt wird, kann der Elternteil durch gerichtliche Entscheidung dazu verpflichtet werden. Ein solcher Beschluss kann in der Regel aber nicht vollstreckt werden.

3. Muss das Umgangsrecht vom Gericht festgelegt werden? 
Das Umgangsrecht muss nicht gerichtlich festgelegt werden, denn die Eltern können sich auch über den Umgang außergerichtlich einigen. Nur wenn keine Einigung erzielt werden kann, sollte ein Antrag auf gerichtliche Regelung des Umgangs gestellt werden. Zuvor kann auch das Jugendamt eingeschaltet werden, um eine einvernehmliche Regelung mit den Eltern zu finden.

4. Gehören auch Telefonate oder Briefe zum Umgangsrecht? 
Auch Telefonate und briefliche Kontakte sind ein Teil des Umgangsrechts. Gerade bei Eltern, die weit voneinander entfernt leben, werden häufig feste telefonische Kontakte vereinbart.

5. Wie muss das Umgangsrecht ausgeübt werden? 
Grundsätzlich kann derjenige, der Umgang mit dem Kind hat, frei bestimmen, wo der Umgang stattfindet. Nur in Ausnahmefällen, sofern es das Kindeswohl erfordert, kommen andere Regelungen in Betracht.

Dr. jur. Alexandra Kasten, eingestellt am 21.02.2018